Opfer eines Zuhälters offenbart sich der Polizei

August 12, 2010 on 5:53 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Hamm. Mohammed A. brachte seine Freundin gezielt in eine emotionale Abhängigkeit – und schickte sie dann auf den Strich. Nach mehr als drei Jahren schaffte die heute 23-jährige Susanne S. (Name geändert) es endlich, sich jemandem zu offenbaren. Seitdem sitzt ihr Ex-Freund, 37, in Haft.

Susanne S. nutzte einen Auslandsaufenthalt ihres Lebensgefährten, um sich der Polizei zu offenbaren. A. zwinge sie, so erzählte die 23-Jährige vor Milieuermittlern, in einem Bordell anzuschaffen und bei einem Escort-Service zu arbeiten. Wenn sie nicht tue, was er verlange, würde sie verprügelt – und zwar unter anderem mit Knüppeln und Stromkabeln. Tatsächlich war die 23-Jährige zuletzt mehrfach im Krankenhaus behandelt worden.

Am Dienstag nahmen MEK-Beamte den mutmaßlichen Zuhälter auf der Theodor-Haubach-Straße in Wedel fest. Polizisten durchsuchten dessen Wohnungen in Hamburg und Wedel. Sie stellten Telefone und Schlagwaffen sicher. Mohammed A., der nur seine Freundin zur Prostitution zwang, kam in U-Haft. Susanne S. wird weiterhin von der Polizei betreut.

(Quelle: abendblatt.de)

Vier Jahre Haft für brutalen Überfall auf Prostituierte

August 10, 2010 on 5:21 am | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Das Landgericht Stendal hat gestern nach zwei Verhandlungstagen einen Mann aus Schleswig-Holstein wegen gefährlicher Körperverletzung zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Der 35-Jährige war wegen versuchten Mordes an einer Prostituierten in Salzwedel angeklagt worden.

Stendal. Doch dafür fanden sich nach Überzeugung der Schwurgerichtskammer unter Vorsitz von Richter Gerhard Henss keine Anhaltspunkte.

Gegen 4 Uhr am 26. Februar dieses Jahres war die 34-Jährige aufgewacht, als das Glas ihrer Wohnungseingangstür zersplitterte. Dann folgte eine etwa 40-minütige brutale Attacke. Der schwergewichtige, zirka 1,90 Meter große und vermummte Angeklagte traktierte die zierliche blonde Frau mit den Fäusten, würgte sie mit den Händen und mit Blumendraht. Er schlug ihr mit einem Hartgummihammer sowie einem Tischbein auf Kopf, Körper und Hände. Schließlich drückte er ihr einen Finger ins Auge.

“Aus der Todesangst heraus entwickelte sie erstaunliche Kräfte zur Gegenwehr”, sagte Oberstaatsanwältin Ramona Schlüter. Am ganzen Körper verletzt, gelang es der Frau schließlich, aus einem Fenster des zu Liebesdiensten angemieteten Bungalows zu flüchten. Im Krankenhaus wurde sie notbehandelt. Ein Finger war gebrochen und die Hornhaut des rechten Auges verletzt. Zudem hatte sie eine stark blutende Wunde am Arm, eine klaffende Wunde am Kopf und noch weitere Verletzungen. Potenziell waren die Verletzungen lebensbedrohend, stellte ein Rechtsmediziner fest. Noch immer ist die Frau in psychologischer Behandlung.

Der Angeklagte, der in Folge der Gegenwehr selbst erheblich verletzt worden war, hat die Taten gestanden und sich im Gerichtssaal beim Opfer entschuldigt. Allerdings verneinte er Tötungsabsichten und nannte kein Motiv für sein brutales Vorgehen. Eine Tat zwischen Kontrahenten im Rotlichtmilieu schloss das Gericht im Urteil ebenso aus wie psychische Störungen beim Angeklagten. “Was nach den Aufklärungsversuchen des Gerichtes bleibt, sind ein beunruhigendes Gefühl, Spekulationen und eine Körperverletzung der massiven Art”, so Richter Henss. Jeder habe Anspruch auf Unversehrtheit. Das gelte für Prostituierte gleichermaßen wie für Richter. Mit Fluchtgefahr begründete Henss die Fortdauer der U-Haft.

Der Angeklagte war am 3. März in seinem Heimatort nach einem anonymen Anruf festgenommen worden. Eine Frauenstimme hatte die Ermittler auf seine Spur gebracht. Eine Zugauskunft nach Salzwedel hatte er noch in der Tasche.

(Quelle: volksstimme.de)

Bonn: Polizei zerschlägt Menschenhändlerring

August 6, 2010 on 5:49 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Bonn. Der Bonner Polizei ist ein Schlag gegen den organisierten Menschenhandel auf dem Straßenstrich gelungen. Ermittler nahmen am Wochenende neun Männer fest, die junge Frauen aus Bulgarien ausgebeutet und zur Prostitution gezwungen haben sollen.

Wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag mitteilte, hatte seit dem Frühjahr eine Ermittlungsgruppe mit sieben Kriminalbeamten im Milieu recherchiert. Sie überwachten mehrere Objekte und Täter, auch mit verdeckten Methoden.

Dabei stellte sich heraus, dass die Tatverdächtigen etwa 10 bis 15 Frauen im Alter zwischen 17 und 22 Jahren kontrollierten. Sie alle waren aus ländlichen Gegenden Bulgariens mit Heiratsversprechen oder besseren Verdienstaussichten nach Deutschland gelockt worden.

Stattdessen mussten sie sich täglich zwischen 12 und 15 Stunden in Köln oder Bonn prostituieren. Ihre mutmaßlichen Zuhälter fuhren sie zum Strich und holten sie dort wieder ab. Das Geld, im Durchschnitt 250 Euro am Tag pro Frau, wurde ihnen nahezu vollständig abgenommen. Anschließend brachten die Männer sie in billige Absteigen, wo sie zu mehreren in kleinen Zimmern schliefen. Am nächsten Tag ging es wieder auf den Strich.

Erfüllte eine Frau ihr Soll nicht, gab es Schläge und Demütigungen. Aussteigerinnen, denen die Flucht nach Bulgarien gelang, wurden wieder eingefangen und gegen ihren Willen nach Deutschland zurückgebracht.

Am Wochenende durchsuchten mehr als 50 Beamte mehrere Häuser und Wohnungen im Rheinland. Sie beschlagnahmten ein Auto und stellten mehrere Tausend Euro Bargeld sicher. Die neun Tatverdächtigen im Alter von 15 bis 39 Jahren wurden festgenommen. Gegen sie sind inzwischen Haftbefehle erlassen worden. Den Frauen wurden seitens der Polizei Hilfsangebote gemacht. Einige von ihnen sind bereits wieder nach Bulgarien zurückgekehrt.

(Quelle: rp-online.de)

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