Sonderausstellung: Erzwungene Prostitution im KZ
August 24, 2010 on 8:32 am | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviertDie Gedenkstätte Buchenwald zeigt ab Freitag eine Sonderausstellung zur Zwangsprostitution weiblicher KZ-Häftlinge.
Die Ausstellung trägt den Titel “Lagerbordelle. Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern”. Wie ein Sprecher der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora am Montag mitteilte, soll sowohl die Perspektive der betroffenen Frauen wie auch die Organisation und Funktion der Lagerbordelle aus Sicht der SS gezeigt werden. Dazu wurden über 150 Dokumente und Fotos zusammengetragen. Der Stiftung zufolge gab es seit 1942 in insgesamt zehn Konzentrationslagern Bordelle. Die von der SS sogenannten Sonderbauten seien ein “absurder Versuch gewesen, im Rahmen eines Prämiensystems die Arbeitsproduktivität der Häftlinge in der Rüstungsindustrie zu steigern”, sagte der Sprecher. 1943 habe die SS 16 weibliche Häftlinge zwischen 20 und 40 Jahren in den “Sonderbau” des KZ Buchenwald gebracht. Bis 1945 mussten mehr als 200 weibliche Häftlinge in den Lagerbordellen Zwangsarbeit leisten.
Bei der Sonderschau handelt es sich um eine Wanderausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. “Lagerbordelle. Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern” ist bis Ende November zu sehen.
(Quelle: mdr.de)
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