Wiesbadener Täter durch DNA-Analyse ermittelt

Mai 13, 2009 on 6:36 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Fehlendes Geld für ein Bahnhofsschließfach wurde den Männern, die im Januar 2008 in einer Wohnung in der Haßlocher Straße eine Prostituierte ausgeraubt und vergewaltigt hatten, zum Verhängnis.

Dies ergab am Mittwoch die Vernehmung eines Mainzer Kriminalbeamten vor dem Landgericht Darmstadt. Bei dem Beamten war nämlich wenige Wochen nach der Tat ein Rucksack als Fundsache gelandet, der Schlagstöcke, Schreckschusspistolen und polnische Ausweispapiere enthielt. Die Angeklagten hatten ihn eigentlich nur zwischenlagern wollen, sich später jedoch die Öffnung des Fachs nicht mehr leisten können.

Nachdem die Polizei zunächst nur wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt hatte, wurde sie durch das polnische Konsulat auf die Straftat in Rüsselsheim aufmerksam und überstellte die Beweismittel dorthin.

Dass einer der Vergewaltiger zu allem Überfluss auch noch ein Sweatshirt in dem Beutel gelassen hatte, erleichterte die Ermittlungen zusätzlich. Eine DNS-Untersuchung beim Landeskriminalamt deckte seine Identität auf. Nach seiner Festnahme nannte der Wiesbadener auch die weiteren Beteiligten. Von diesen darf ein 36-jähriger Arbeitsloser allerdings mit einer deutlich geringeren Bestrafung als die beiden anderen rechnen.

Auch der psychiatrische Sachverständige zeigte sich überzeugt, dass die Aussage, er habe lediglich gegen ein kleines Entgelt als Chauffeur fungiert, der Wahrheit entspreche.

Für die 24 und 25 Jahre alten Haupttäter führte Gutachter Dr. Dieter Jöckel hingegen die Möglichkeit eines länger währenden Maßregelvollzugs, also eine Therapie in einer geschlossenen Einrichtung, ins Feld. Nur dadurch könne die aufgrund langjähriger Drogenabhängigkeit und eines negativen Sozialverhaltens ansonsten sehr hohe Rückfallgefahr gesenkt werden. Da hierbei sowohl eine Drogen- und eine Kriminaltherapie notwendig und auch eine parallel laufende Berufsausbildung zu empfehlen sei, seien dafür mindestens vier Jahre zu veranschlagen.

(Quelle: wiesbadener-kurier.de)

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