Prostituierte scheitert mit Klage vor Menschenrechtsgericht
September 11, 2007 on 5:21 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviertStraßburg (AFP) – Eine französische Prostituierte ist beim Europäischen Gerichtshof in Straßburg abgeblitzt. Die 54-Jährige hatte sich über Nachzahlungsforderungen der französischen Sozialkasse URSSAF in Höhe von 40.000 Euro für die Jahre 1991 bis 1999 beschwert. Wegen dieser Forderungen sei sie gezwungen gewesen, sich weiter zu prostituieren, hatte die Frau geltend gemacht. Nach eigenem Bekunden wollte die Frau ihr Metier eigentlich bereits im Sommer 1990 an den Nagel hängen, woran sie die Beitragszahlungen jedoch gehindert hätten. Damit sei sie Opfer einer “unmenschlichen und entwürdigenden Behandlung” durch den Staat geworden.
Der Gerichtshof ließ diese Argumente nicht gelten. Die Kasse habe von der Französin nie gefordert, dass sie sich weiter prostituiere, hieß es am Dienstag in dem Urteil. Im übrigen seien ihr Zahlungserleichterungen angeboten worden. Die Frau sei auch den Beweis dafür schuldig geblieben, dass sie keine andere Möglichkeit als die Prostitution gehabt habe, um Geld für die Nachzahlungen zu verdienen.
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