Zur Prostitution gezwungen

Februar 12, 2011 on 5:45 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Stuttgart: Weil er seine 20-jährige Freundin mit Gewalt zur Fortsetzung der Prostitution zwingen wollte, ist ein 41 Jahre alter Mann am Freitagmorgen in der Weberstraße festgenommen worden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erging durch den Richter ein Haftbefehl.

Wie die Polizei mitteilte, soll der Mann seine 20 Jahre alte Freundin bereits in der Vergangenheit zur Prositution gezwungen haben. Dies versuchte er auch in der Nacht zum Freitag. Als sie sich weigerte, schlug er sie mehrfach mit der Faust ins Gesicht. Daraufhin wandte sie sich an die Polizei.

Das Paar kennt sich bereits seit fünf Jahren. Seit knapp drei Jahren geht die junge Frau in verschiedenen Ländern der Prostitution nach.

(Quelle: stuttgarter-nachrichten.de)

In drei Erfurter Bezirken Prostitution erlaubt

Februar 11, 2011 on 9:20 am | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Ordnungsgemäß angemeldet haben das älteste Gewerbe der Welt in Erfurt derzeit 25 “Unternehmen” – und zwei Zimmervermittlungen zum Zweck der Prostitution. Natürlich alle außerhalb des Sperrbezirkes.

Erfurt. Im vergangenen November erließ das Landesverwaltungsamt die “Verordnung zum Schutz der Jugend und des öffentlichen Anstandes in der Landeshauptstadt”. Eine Verordnung, die den Bordellbetrieb in Erfurt regelt. Sie wurde notwendig, weil sich die “Szene” zuvor über das gesamte Stadtgebiet verteilt hatte, Jugendschutz nicht mehr garantiert werden konnte. Nachdem eine erste Version der Verordnung vom Verwaltungsgericht gekippt wurde (die Grenzen waren nicht exakt genug formuliert), dient die Variante vom 17. November 2010 in Erfurt jetzt als Grundlage.

Diese toleriert nur drei Erfurter Bereiche für “Dirnenhäuser und Dirnenunterkünfte”: die Weimarische Straße, August-Röbling-Straße und Salinenstraße/Stotternheimer Straße. Wobei es ausschließlich um bekannte, fast schon “traditionelle Standorte” geht. Ansonsten ist in Erfurt die öffentliche Prostitution generell verboten. Und die Erfurter halten sich scheinbar daran, denn das Thema Prostitution taucht bei der Polizei kaum auf. Skandale im Sperrbezirk: Fehlanzeige. Außerdem wird reichlich kontrolliert. Wie Pia Hemmelmann, amtierende Leiterin des Bürgeramtes, erklärt, kommen Hinweise aus der Bevölkerung, meist direkt aus den betroffenen Häusern. 129 Kontrollen der “Sperrbezirksverordnung” wurden im vergangenen Jahr getätigt dabei geht es hauptsächlich darum, eine Gewerbenutzung der Adressen nachzuweisen. Auch ohne Hinweis werde kontrolliert; in die Karten schauen lassen wollte man sich hier aber nicht . . .

Eine Gesundheitskontrolle ist ungleich schwerer. Denn als die Prostitution als Gewerbe, samt Krankenversicherung, zugelassen wurde, schaffte man den “Persilschein” ab. In Folge auch die Beratungsstelle, die in Erfurt in mühevoller Kleinarbeit aufgebaut worden war. Amtsärztin Dr. Christina Rohmann kann sich noch an die ersten Wendejahre erinnern, als ihre Mitarbeiter auffälligen Anzeigen in der Zeitung nachgingen, um aufzuklären und über die Untersuchungspflicht zu informieren. Damals habe es in Erfurt noch richtige Bordellbetreiber gegeben, die einen Ruf zu verlieren hatten, auf die Gesundheit ihrer Mädchen achteten. Heute liege der gesundheitliche Aspekt in Eigenverantwortung auf beiden Seiten. Von amtlicher Seite kontrolliert werden nur noch Häuser mit Gemeinschaftsbereichen, wie der “Saline-Club”. Der blieb übrigens stets ohne Beanstandungen.

Doch wie viele Frauen ohne Gewerbeanmeldung ihrem Geschäft nachgehen, bleibt eine Grauzone. Anzeigenblätter sind voll mit Rufnummern von Mädchen, die “Neu in Erfurt” sind. Noch breiter ist das Spektrum im Internet. Selbst in der historischen Sündenmeile, der Michaelisstraße, wird die Tradition noch gepflegt. Und in der Metallstraße, die in den frühen 1990er Jahren zu einem zweiten Sankt Pauli ausgebaut werden sollte, sollen wieder rote Lichter gesichtet worden sein.

(Quelle: thueringer-allgemeine.de)

Aus für den Straßenstrich?

Februar 10, 2011 on 10:31 am | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Dortmund. Im Schulterschluss haben SPD und CDU in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord am Mittwoch, wie angekündigt, die Abschaffung des Straßenstrichs an der Ravensberger Straße in Dortmund beschlossen – gegen die Stimmen der Grünen und der Linken.

Auch wenn die Zuständigkeit der Bezirksvertretung in dieser Frage strittig ist, sei es „Zeit, einen Schlussstrich unter den größten Straßenstrich Westdeutschlands zu ziehen“, so Bezirksbürgermeister Siegfried Böcke (SPD). Der vor elf Jahren gestartete Versuch, mit der Ravensberger Straße die Lebensbedingungen im Schleswiger Viertel zu verbessern, sei gescheitert, erklärte Dr. Marita Hetmeier, SPD-Vorsitzende des Stadtbezirks Nord.

Immer mehr Bulgaren

Damals hätten bis zu 100 Frauen im Schleswiger Viertel angeschafft – Hausfrauen und Drogensüchtige –, heute seien es an der Ravensberger 600 Frauen aus Bulgarien“, berichtet Thomas Bahr, CDU-Fraktionschef in der Bezirksvertretung. Innerhalb von drei Jahren sei die Zahl der Bulgaren im Sog der Prostitution von 300 auf über 4000 geschnellt.Die Begleiterscheinungen und „kriminellen Aktivitäten“ belasteten vor allem das Schleswiger Viertel, ergänzt Hetmeier: „Das ist nicht mehr lebbar für die Nordstadt“ und sei auch den Prostituierten nicht zuzumuten. Mit der Aufrechterhaltung des Straßenstrichs fördere man indirekt die Zwangsprostitution.

“Dortmund braucht keinen Strich”

„Es steht nirgendwo geschrieben, dass Dortmund einen Straßenstrich braucht. Schließlich gibt es die Linienstraße“, stellt SPD-Fraktionssprecherin Brigitte Jülich fest. Es reiche nicht mehr, die Straßenprostitution einzudämmen und dem Strich die regionale Anziehungskraft zu nehmen, wie von OB Sierau angestrebt. Das komme zu spät. Hetmeier: „Die Frage ist nicht mehr, woher kommen die Freier, sondern wie viel Frauen leben mit ihrem Umfeld schon in der Nordstadt.“

Für die Grünen dagegen steht „der legale Straßenstrich in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit der illegalen Prostitution in Wohngebieten oder den menschenunwürdigen Wohnverhältnissen in einigen Häusern der Nordstadt“. Man wolle weiter nach „praktikablen und realistischen Lösungen“ suchen.

Mehr Kontrollen

Nach Auffassung von SPD und CDU muss die Schließung des Straßenstrichs nicht zu vermehrter Prostitution in den Wohngebieten führen, Die Stadt müsse nur mehr kontrollieren. Sollte der Rat sich nicht dem Beschluss der Bezirksvertretung anschließen, werde man weiterkämpfen, so Vize-Bürgermeisterin Gerda Horitzky (CDU).

(Quelle: recklinghaeuser-zeitung.de)

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