München: Frauen zur Prostitution gezwungen
Dezember 9, 2010 on 2:03 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviertDie Polizei in München ermittelt gegen ein Pärchen: Es soll zwei Frauen zur Prostitution gezwungen haben.
Bereits seit Beginn des Jahres 2010 ermittelt die Kriminalpolizei gegen einen 49-jährigen Münchner Kaufmann und seine Lebensgefährtin, eine 26-jährige tschechische Angestellte, wegen Menschenhandels, Zuhälterei und Erpressung.
Die beiden sollen einer 43-jährigen rumänischen und einer 34-jährigen polnischen Prostituierten unzulässige Vorgaben hinsichtlich ihrer Tätigkeit gemacht haben, um deren Einnahmen zu steigern – berichtet die Polizei.
Hätten sich die beiden Frauen geweigert, drohte das Paar ihnen laut Polizei, deren Familien in der Heimat über ihre Tätigkeit als Prostituierte zu informieren. Auch Prügel durch zwei “Bodyguards” sollen den Frauen angedroht worden sein.
In zwei Fällen soll der Mann von den beiden Prostituierten unberechtigte Geldsummen gefordert haben, die er mit Hilfe seiner “Bodyguards” eintreiben wollte. Zudem soll laut Polizei eine der Prostituierten zum Weitermachen gedrängt worden sein, um ihre vermeintlichen Schulden bei ihrem Arbeitgeber abzuarbeiten.
Aufgrund dieser Ermittlungen erwirkte die Polizei einen Durchsuchungsbeschluss für die Bordellwohnungen im Euroindustriepark. Am Dienstagmittag durchsuchten Kripo-Beamte die Wohnung und verhafteten den 49-jährigen Kaufmann.
Bei seiner Vernehmung hielt er sich jedoch bedeckt. Er wurde am Mittwoch dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der den Mann gegen Zahlung einer Kaution in fünfstelliger Höhe wieder auf freien Fuß setzte.
Seine Lebensgefährtin machte ebenso keine Angaben und wurde wieder entlassen. Die Ermittlungen dauern an.
(Quelle: augsburger-allgemeine.de)
Zuhälter muss ins Gefängnis
Dezember 6, 2010 on 4:29 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviertDas Amtsgericht schickt den ersten Zuhälter der bulgarischen Familienbande ins Gefängnis. Die Männer hatten junge Mädchen brutal zur Prostitution gezwungen und “Frauen als Ware angesehen”.
Bonn/Bornheim – Das erste von zwölf Verfahren gegen Zuhälter, die den Bonner Straßenstrich in der Vergangenheit mit Prostituierten aus ihrer Heimat Bulgarien überschwemmt haben sollen, ist nun vor dem Amtsgericht zu Ende gegangen. Ein 20 Jahre alter Angeklagter wurde – wie vom Staatsanwalt beantragt – wegen Zuhälterei, schweren Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung und Körperverletzung nach Erwachsenenstrafrecht zu einer zweijährigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt.
„Frauen als Ware angesehen”
Zwar spielte der junge Mann laut Urteil in den „kriminellen Familienstrukturen“ – es sollen die Mitglieder von insgesamt drei Familien beteiligt gewesen sein, die auf dem Straßenstrich und in Hotels in Bornheim agierten – nur eine untergeordnete Rolle. Aber auch der 20-Jährige habe „Frauen als Ware angesehen“ und sein Handeln bis zuletzt verharmlost. Am zweiten Verhandlungstag hatte sich der Angeklagte zu den Vorwürfen geäußert. Seine Einlassung, dass er von den Machenschaften der Verwandtschaft nichts mitbekommen haben will und von einer der Frauen gebeten worden sei, auf sie aufzupassen, werteten Gericht und Staatsanwaltschaft als nicht nachvollziehbar.
15-Jähriger war Zuhälter von 17-Jähriger
Vielmehr dienten die Aufenthalte des 20-Jährigen in Deutschland laut Urteil „ausschließlich dazu, Straftaten zu begehen“. So wurde dem jungen Mann eine 21 Jahre alte Frau zugeteilt, die in Bonn eigentlich auf eigene Rechnung arbeiten wollte. Stattdessen wurde sie von dem verheirateten Familienvater zwischen 17 und sechs Uhr auf den Strich geschickt. Er rief sie regelmäßig an und fragte, wie viel sie bereits verdient habe und kassierte ihre Einnahmen. Die 17 Jahre alte Schwester der Prostituierten wurde offenbar dem 15 Jahre alten Cousin des Angeklagten zugeteilt, der sich demnächst ebenfalls vor Gericht verantworten muss.
Mit Schlägen brutal bestraft
Als die 21-Jährige im Juli dieses Jahres kurzzeitig mit einem Freier davonlief, wurde sie nach ihrer Wiederkehr wie im Milieu üblich von dem 20-Jährigen bestraft – mit Schlägen ins Gesicht und auf den Rücken. Nachdem eine Kollegin ausgepackt hatte, wurden neun Verdächtige am 30. Juli festgenommen. Der Angeklagte und zwei weitere Männer waren damals allerdings bereits in ihre Heimat zurückgekehrt. Dort nutzten der 20-Jährige und sein Großvater die Zeit, um die ebenfalls heimgereisten Schwestern mit einer Anwältin aufzusuchen. Die Frauen mussten vorbereitete Erklärungen, die die Männer entlasten sollten, unterschreiben. Doch die Bonner Polizei ließ sich nicht beirren: Die Beamten reisten nach Bulgarien und vernahmen die Frauen erneut. Wie sich herausstellte, hatten die Opfer nur aus Angst vor Repressalien durch die Zuhälter unterschrieben. Sie reisten für den Prozess sogar aus ihrer Heimat an und packten hier aus.
(Quelle: ksta.de)
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