Hilfe für ausstiegswillige Prostituierte

Oktober 22, 2010 on 2:56 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Geschützter Sex ist im ältesten Gewerbe der Welt kaum noch üblich – für viele Prostituierte ist das ein Grund, um aus ihrem Beruf auszusteigen. Das ist allerdings nicht ganz einfach. In Freiburg gibt es deshalb eine neue Anlaufstelle.

20 Jahre hat die in Freiburg lebende Sandra S. (Name von der Redaktion geändert) als Prostituierte gearbeitet. Seit zwei Jahren versucht die 41-Jährige, aus ihrem Beruf auszusteigen, “bisher erfolglos”. Gesundheitliche Gründe führt sie für ihren Wunsch an auszusteigen. Geschützter Sex sei im Gewerbe kaum noch üblich, kritisiert Sandra S., für sie ist das ein Grund, als Prostituierte aufzuhören. Andere geben den Konkurrenzdruck, das Alter und den Druck des Doppellebens als Gründe an.

Zwar hat Sandra S. als eine von ganz wenigen Prostituierten in Freiburg keinen Zuhälter, der sie zum Weiterarbeiten zwingt (“mit Zuhälter ist ein Ausstieg nicht möglich”), dennoch hat sie große Schwierigkeiten, in einem anderen Beruf Fuß zu fassen. “Eine Umschulung ist in meinem Alter nicht einfach zu bekommen”, sagt Sandra S., die, um krankenversichert zu sein, nebenbei noch als Bus- und Lastwagenfahrerin gearbeitet hat. Am liebsten wolle sie selbst als Beraterin Prostituierten beim Ausstieg zur Seite stehen. Frauen wie Sandra S. wird in Freiburg und der Region künftig Hilfe beim Ausstieg angeboten: “Pink” (Prostitution – Integration – Neustart – Know-How) heißt ein Modellprojekt der Bundesregierung, das neu in Berlin, Nürnberg sowie in Freiburg und Kehl angeboten wird, wo die Diakonien in Freiburg und der Ortenau Träger sind. Finanziert wird “Pink” zu 73 Prozent vom Bund (617 000 Euro für fünf Jahre) und zu 27 Prozent vom Land (228.000 Euro). Drei Mitarbeiterinnen auf zwei Vollzeitstellen beraten in Freiburg und Kehl die ausstiegswilligen Prostituierten. Im Zentrum stehen Einzelberatung und Coaching, erklärt Projektleiterin Angelika Hägele.

70 Clubs, Terminwohnungen und Kleinbordelle in Freiburg

Für Gesprächsstoff sorgte in letzter Zeit die zunehmende Zahl von Liebeswohnmobilen am Autobahnzubringer Süd. Die Polizei tue nicht viel, kritisiert Sandra S. Gegenüber der BZ will sich die Polizei zum Thema nicht weiter äußern. Anders als in Strasbourg/Kehl gibt es in Freiburg keinen Straßenstrich. Weshalb “Pink”-Beraterin Simone Heneka auch gemeinsam mit Kollegen vom Gesundheitsamt oder der Aidshilfe direkt in die einschlägigen Etablissements geht. In Freiburg gibt es zirka 70 Clubs, Terminwohnungen und Kleinbordelle. Die meisten Prostituierten in der Stadt kommen aus Ost- und Südosteuropa und Thailand. “Die finanziellen Einnahmen stehen in keinem Verhältnis zum Risiko”, klagt Sandra S. Das Einkommen von Prostituierten beziffert sie auf höchstens 1500 Euro netto. Grenzöffnungen, Internet und Globalisierung hätten zu einem Verfall der Preise geführt.

(Quelle: badische-zeitung.de)

Hamburg: Knöllchen für Freier im Gespräch

Oktober 20, 2010 on 9:00 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Im Kampf gegen den illegalen Straßenstrich in Hamburg St.Georg sollen nun sexwillige Freier mit Knöllchen vertrieben werden. In Zukunft soll jeder, der im “Sperrgebiet Hansaplatz” Sex mit einer Prostituierten hat, ein Bußgeld bezahlen.

Eine Bürgerinitiative und Anwohner forderten nun eine Realisierung der sogenannten Sperrgebietsverordnung, so soll der Prostitution, den Übergriffen von Transen und aggressiven Zuhältern Einhalt geboten werden.

Eine entsprechende Verordnung gibt es schon für das Bahnhofsviertel. Dort wurden die Bußgelder verdreifacht, sodass für illegale Prostitution nun 200 Euro statt 50 Euro für die Prostituierten fällig werden.

(Quelle: shortnews.de)

Ordnungsamt und Polizei räumen Straßenstrich

Oktober 15, 2010 on 10:25 am | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

MARL. Zumindest vorerst scheint der Straßenstrich an der B225 Geschichte zu sein. Die Ordnungsämter von Recklinghausen, Marl und Herten sowie die Polizei haben dem Treiben am Nachmittag ein Ende gesetzt.

Die Beamten aus den drei Städten waren am Nachmittag zur B225 gefahren und hatten dort Personenkontrollen durchgeführt. Dabei erteilten sie sämtlichen Prostituierten Platzverweise. Auch die Seitenstraßen wurden kontrolliert. Hierbei erwischten die Kontrolleure weitere “leichte Mädchen” und auch einige Freier. Ihnen wurde ein Ordnungsgeld aufgebrummt. Die Prostituierten wurden ferne dazu angehalten, den von ihnen verursachten Müll zu beseitigen – inklusive der gebrauchten Kondome.

Für wie lange dieser Zustand nun anhalten wird, ist unklar. Auch ist noch nicht bekannt, auf welcher rechtlichen Grundlage die Behörden gehandelt haben. Am frühen Abend war niemand mehr dazu zu erreichen.

Polizei und Ordnungsämter schreiben in einer Pressemitteilung, dass sie auch in Zukunft gezielte Kontrollen durchführen würden. Dafür werde man weiterhin eng zusammenarbeiten.

Nach unserer Berichterstattung über die expandierende sündige Meile im Bereich der Fischteiche hatten die Redaktion zahlreiche E-Mails, Briefe und Anrufe aus der Bürgerschaft erreicht. Darin wird von wild parkenden Fahrzeugen in Wald und Flur, von hemmungslosem Sex im Auto und von einer Vermüllung der Natur berichtet.

Ein Kindergarten der katholischen Kirchengemeinde St. Georg in Marl ist gerade einmal 1,5 Kilometer von den Fischteichen entfernt. Die Erzieherinnen haben mittlerweile Spaziergänge im Wald aus dem Tagesprogramm gestrichen. Pfarrer Thomas Hüwe spricht von einer „äußerst heiklen Situation“. Auch Eltern von Schulkindern, die in diesem Bereich unterwegs sind, seien beunruhigt. Pfarrer Hüwe: „Es muss eine Lösung geben.“

Anwohner drohen den Prostituierten bereits, andere haben große Angst vor dem “kriminellen Gesocks”, das dieser Straßenstrich anziehen könnte. Zudem hätten selbst schon Jugendliche und Kinder Freier mit den leichten Damen inflagranti erwischt. Eltern trauen sich kaum noch, ihre Kinder mit dem Fahrrad dort entlang fahren zu lassen – was ein Problem ist, da sich in der Nähe mehrere Einrichtungen befinden, die besonders von Kindern genutzt werden, wie beispielsweise ein Reiterhof.

(Quelle: stimberg-zeitung.de)

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