Betreiber von “Flatrate-Bordellen” angeklagt

Februar 19, 2010 on 3:02 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Wegen der Ausbeutung rumänischer Frauen und Sozialversicherungsbetrugs müssen sich seit Mittwoch sechs Betreiber von sogenannten Flatrate-Bordellen verantworten.

Angeklagt vor dem Landgericht Stuttgart sind drei Frauen sowie drei Männer, die Bordelle in Stuttgart-Fellbach, Wuppertal, Heidelberg und Schönefeld bei Berlin betrieben hatten. Laut Anklage wird ihnen zur Last gelegt, Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro hinterzogen und als Prostituierte über 200 rumänische Frauen vorsätzlich ohne Arbeitsgenehmigung beschäftigt zu haben.

Außerdem wird ihnen «bandenmäßiger Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft» vorgeworfen. Die zum Großteil auch aus Rumänien stammenden Angeklagten äußerten sich nicht vor Gericht.

64 der rumänischen Prostituierten waren zum Zeitpunkt ihrer Beschäftigung unter 21 Jahre alt. Wie Staatsanwältin Stefanie Bittner-Wendland erläuterte, droht den Angeklagten deshalb ein Jahr Freiheitsstrafe pro Fall wegen Menschenhandels. Das Gesetz sehe dies vor, wenn eine ausländische Person unter 21 Jahre alt sei und unter «ungünstigen Arbeitsbedingungen» arbeitet, die im «auffälligen Missverhältnis» zu den üblichen Arbeitsbedingungen stehen.

Die Prostituierten seien in den vier Bordellen weder in der Lage gewesen, ihre Ansprüche auf Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall einzufordern, noch im Urlaub oder bei einer Schwangerschaft, sagte Bittner-Wendland bei der Anklageverlesung. Die Bordellbetreiber hätten zudem willkürlich Abzüge vom Lohn bestimmt, wenn die Arbeitsleistung nach ihrem Ermessen nicht gut genug gewesen sei.

«Durch diese Handlungen wollten sich die Angeklagten fortlaufende Einnahmen sichern und sich persönlich bereichern», sagte die Staatsanwältin. Die illegale Beschäftigung sollen die Angeklagten verschleiert haben, indem sie die Frauen in ihren Büchern als «Selbstständige» führten.

Der Tageslohn der Prostituierten habe bei 100 bis 200 Euro pro Tag gelegen, die ihnen bar auf die Hand gezahlt wurden. Die Etablissements hatten mit dem Slogan geworben: «Sex mit allen Frauen, solange Du willst, so oft Du willst und wie Du willst». Für einen Pauschalpreis von 70 oder 100 Euro wurden unbegrenzt sexuelle Dienstleistungen, Speisen und Getränke angeboten.

«Das Flatrate-Modell ist nicht Gegenstand der Anklage», erläuterte die Staatsanwältin nach der Verhandlung. Es würden die tatsächlichen Arbeitsbedingungen überprüft, die in den Bordellen herrschten. Das Modell habe allerdings der Staatsanwaltschaft dabei geholfen, nachzuweisen, dass die Prostituierten nicht selbstständig gearbeitet, sondern faktisch in einem abhängigen Arbeitsverhältnis gestanden hätten.

Nach einer bundesweiten Razzia in allen Einrichtungen Ende Juli 2009 waren die Häuser in Heidelberg und Stuttgart-Fellbach wegen hygienischer Mängel geschlossen worden. Auch das Bordell in Wuppertal wurde Stadtangaben zufolge nach den Festnahmen geschlossen. In Fellbach und Heidelberg sind die Häuser mittlerweile von neuen Bordellbetreibern übernommen worden, die keine Pauschalpreise mehr anbieten. In Schönefeld wird ein Flatrate-Bordell unter einem anderem Namen weitergeführt.

Die Sitzung vor der 6. Großen Wirtschaftsstrafkammer wurde nach der Anklageverlesung vertagt, da die Angeklagten keine Angaben zu ihrer Person machen wollten. Vier von ihnen sitzen seit Juli 2009 in Untersuchungshaft. Es sind insgesamt 13 Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil wird für den 6. Mai erwartet.

(Quelle: augsburger-allgemeine.de)

Prostituierte geschlagen

Februar 18, 2010 on 5:48 am | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Gerne lädt ein Mainzer käufliche Frauen zu sich in die Wohnung ein. Doch von Bezahlung will der Arbeitslose nichts hören. Anstelle des vereinbarten Dirnenlohns setzt es meistens kräftig Hiebe, gefolgt vom sofortigen Rauswurf. Gestern saß der 44-Jährige, ein Lackierer, gar wegen räuberischer Erpressung und Körperverletzung vor dem Schöffengericht.

Im Juli 2009 hatte der kleine rundliche Mann wieder einmal eine “Dame” zu sich eingeladen und das unter dem klangvollen falschen Namen Stefan Schmitz. Vollservice mit allen Annehmlichkeiten zum Preis von 200 Euro war mit einer 42-Jährigen ausgemacht. Doch das war dem Lackierer längst nicht genug. Als sich die Prostituierte zierte, misshandelte er die Frau auf brutale und erniedrigende Weise.

Schließlich brachte er die verängstige 42-Jährige in den Fahrstuhl: “Das Geld bekommst du an der Haustür”, versprach er hinterlistig. Unter angekommen, stieß der Angeklagte die zierliche Frau blitzschnell aus dem Fahrstuhl hinaus, dass sie gegen eine Wand prallte. Die Tür des Lifts schloss sich, der Kunde war weg und die 42-Jährige um den sauer verdienten Lohn gebracht. In ihrer Angst und Verstörung vertraute sie sich einem Taxifahrer an. Dieser rief sofort die Polizei.

Das Opfer leidet bis heute an den psychischen Folgen der Tat. Scheu und nervös trat die Zeugin in den Gerichtssaal. “Ich habe ihn doch nicht angezeigt. Ich will ja bloß, dass er andere Frauen in Ruhe lässt.” Der Angeklagte – er sitzt seit fünf Monaten in Untersuchungshaft – brachte ungeschickt eine Art Entschuldigung vor, die die Geschädigte nur ungern hören wollte. Durch seinen Verteidiger ließ er zudem die geschuldeten 200 Euro überreichen. “Ich will mich bessern”, versicherte der 44-Jährige trocken.

Seit 2006 versucht der Hartz IV-Empfänger käuflichen Frauen unter Austeilen von Schlägen den Lohn vorzuenthalten. 2006 hatte er einer “Dame” 250 Euro gezahlt, ihr das Geld aber nach getaner Arbeit weggerissen und sie dann in gewohnter Manier hinausgeworfen. Einer anderen “Geschäftspartnerin” riss er im Streit um die Bezahlung Haare aus der Perücke. Der Verteidiger bat um Milde: “Der Mann weiß jetzt, was es heißt, im Gefängnis zu sitzen. Da will er nicht mehr hin.” Das Gericht verurteilte den 44-Jährigen zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung und 180 unentgeltlichen Arbeitsstunden.

(Quelle: allgemeine-zeitung.de)

Entries and comments feeds. ^Top^
11 queries. 0.864 seconds.
Powered by WordPress.

Erotik-Bannertausch.com
Mitglied bei Erotik Bannertausch powered by Prostituierte Online


Für den Jugendschutz mit ICRA ICRA gekennzeichnet

Informationen für Eltern