Anzeige gegen CDU-Politiker

August 19, 2009 on 4:43 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Schwere Vorwürfe gegen den Kölner CDU-Politiker Werner Marx: Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Ratskandidaten aus Porz wegen des Verdachts des Menschenhandels. Marx wird vorgeworfen, seine Wohnung in Porz an einen Bordellbetreiber illegal vermietet zu haben.

Köln – Die Ermittlungen kamen durch eine Strafanzeige von Bernd Barzen ins Rollen, der Miteigentümer im Wohnkomplexes ist und nach eigenen Angaben im CDU-Ortsverband Porz tätig war.

Laut Anzeige sollen in der Wohnung an der Bergerstraße zum Teil 18-jährige Männer aus osteuropäischen Ländern homosexuelle Dienstleistungen angeboten haben. „Wer eine Person unter 21 Jahren zur Aufnahme oder Fortsetzung der Prostitution oder zu sexuellen Handlungen bringt, macht sich strafbar“, erläuterte Oberstaatsanwalt Günther Feld. Der Rechtsanwalt des Politikers bestritt die Vorwürfe energisch: „Da ist nichts dran“. Sein Mandant habe nichts von der entsprechenden Nutzung seiner Wohnung gewusst und einen Aufhebungsvertrag mit den Mietern geschlossen, erklärte Michael Evert gegenüber der Rundschau. „Wir werden der Staatsanwaltschaft heute alle Unterlagen zur Verfügung stellen“, ergänzte Evert und betonte, dass er den Anzeigensteller ebenfalls anzeigen werden – und zwar unter anderem wegen Verleumdung. Im Übrigen würde der Anzeigensteller seit Freitag wissen, dass die Vorwürfe falsch seien und habe dennoch die Anzeige nicht zurückgezogen.

In der Anzeige, die der Rundschau vorliegt, heißt es: „Es muss davon ausgegangen werden, dass er (Marx) an den Erträgnissen des ,Geschäftes in seiner Wohnung beteiligt ist. Die homosexuellen Dienste der osteuropäischen Jugendlichen werden professionell im Internet beworben, was diese allein gar nicht bewerkstelligen könnten, da sie die deutsche Sprache nicht beherrschen.“ Das Schriftstück, dass der Staatsanwaltschaft zugesandt wurde, umfasst 127 Seiten. Im Gespräch mit der Rundschau sagte Barzen, dass die Kommunalwahl keine Rolle bei der Entscheidung für die Anzeige gespielt habe.

(Quelle: rundschau-online.de)

Verwaltung will die Prostitution im «Sträßchen» zurückdrängen

August 18, 2009 on 8:24 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Aachen. Die Spitze der Stadtverwaltung will die Prostitution in der Innenstadt eindämmen. Deshalb soll etwa die Hälfte der Antoniusstraße zur Sperrzone erklärt und städtebaulich aufgewertet werden. Ein Jahr lang habe man sich mit dem Thema beschäftigt und wolle nun Nägel mit Köpfen machen.

Begründet wird der Vorstoß mit dem Jugendschutz. Angestrebt wird das Zieldatum Anfang 2011, bis dahin soll die Ausdehnung der Sperrbezirksverordnung nach der Vorstellung von Oberbürgermeister Jürgen Linden umgesetzt sein. Die letzte Entscheidung trifft die Bezirksregierung in Köln.

Es handele sich um ein Thema, das «die Stadt seit mehr als einem Vierteljahrhundert bewegt», leitete der OB die Pressekonferenz im Rathaus ein. In der Tat hatte es seit Jahrzehnten diverse Vorschläge gegeben, das Rotlichtmilieu aus dem Herzen der Stadt zu entfernen und in ein Bordell an die Peripherie zu verlagern.

Entsprechende Anregungen waren zuletzt von der SPD und der FDP gekommen, die das «Sträßchen» von beiden Enden her aufrollen wollten. Zumindest vom oberen Ende, also der Nikolausstraße her, folgt die Verwaltungsspitze jetzt den Vorschlägen.

Das Verbot in den Häusern Antoniusstraße 3-13 solle nur ein erster Schritt in Richtung eines vollständigen Verbots der Prostitution in der gesamten Straße sein, sagte Linden weiter. Wann das geschehe, sei allerdings offen: «Das wird die Zeit erbringen, ob in drei, fünf oder acht Jahren.»

Freilich sei das Verfahren nicht einfach, deshalb habe es geraume Zeit gedauert, es in die Wege zu leiten. In der Begründung beruft sich die Stadt hauptsächlich auf den Jugendschutz, immerhin ist nebenan auf dem Gelände des bisherigen Parkhauses Büchel ein Trendkaufhaus namens Bel Etage geplant. Rechtsdezernentin Annekathrin Grehling brachte die Sache auf den Punkt: «Es geht darum, dass ein 14-Jähriger, der einkauft, nicht automatisch dorthin sehen muss.»

Vom künftigen Kaufhaus, das für eine städtebauliche Aufwertung sorge, nämlich hat man einen direkten Blick auf die bisherige Rotlichtmeile. Nicht verhindern könne und wolle man, etwa durch den hin und wieder geforderten Sichtschutz, dass ein neugieriger 17-Jähriger einen Blick ins Milieu werfen könne.

Keine Auslagerung

Das städtische Grundstück an der Ecke Antoniusstraße/Nikolausstraße, auf dem heute noch ein Teil des Betriebshofs untergebracht sei, solle an private Investoren verkauft werden, außerdem gebe es Anfragen für Nutzungsänderungen einzelner Grundstücke zwischen der benachbarten Kleinkölnstraße und der Antoniusstraße, denen die jetzige Rotlichtmeile entgegenstehe. Eine Auslagerung des Bordells an eine andere Stelle ist nach Einschätzung von Linden nicht erforderlich, weil «die Frequenz in den letzten Jahren zurückgegangen» sei: «Wir stehen auf dem Standpunkt, dass wir diese Hälfte nicht mehr brauchen.»

Zunächst will man den Vorstoß, wahrscheinlich im September, in die zuständigen politischen Gremien, Hauptausschuss und Rat, bringen, bevor die Erweiterung der Sperrgebietsverordnung nach Köln weitergeleitet wird. Die Bezirksregierung nämlich hat das letzte Wort. Allerdings hat jeder Hauseigentümer das Recht, gegen das Prostitutionsverbot zu klagen. Und ob das aufschiebende Wirkung haben könnte, diese Frage konnte auch Jurist Linden nicht eindeutig beantworten: Aber das werde sich wohl bis zur geplanten Umsetzung Anfang 2011 klären lassen.

(Quelle: an-online.de)

Die Prostitution an der B 5 blüht und gedeiht

August 14, 2009 on 1:08 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Die B 5 im Osten Brandenburgs ist eine boomende Straße – jedenfalls für die Prostituierten, die hier ihr Geld verdienen. Die Frauen kommen größtenteils aus Polen. Gegen ihre Präsenz an Rand der Bundesstraße ist allerdings nichts zu machen. Nur zu einem können Behörden sie zwingen – ihren Müll wegzuräumen.

Es ist ein guter Tag für die vier Prostituierten an der Bundesstraße 5 kurz hinter Müncheberg. Die Sonne scheint großzügig über dem Osten Brandenburgs und in regelmäßigen Abständen biegen Freier von der viel befahrenen Landstraße zu den wartenden Damen ab. Für ein Gespräch haben die Frauen daher nur wenig Zeit.

“Täglich ab 10 Uhr”, teilt eine der Frauen nur knapp auf Russisch ihre Arbeitszeiten mit. Dann verrät sie noch, dass sie aus Aserbaidschan im Kaukasus stammt. Das Gespräch ist beendet, als bei einer anderen Prostituierten ein Freier hält. “Mein Geld, mein Geld”, ruft die Befragte und zeigt wütend in Richtung der Kollegin, die gerade in einem Mittelklassewagen mit örtlichem Nummernschild verschwindet.

Der Straßenstrich in Richtung Polen boomt. Offenbar auch deshalb, weil er derzeit konkurrenzlos ist. “Nach unseren Kenntnissen gibt es keinen zweiten in Brandenburg. Der Straßenstrich an der B 5 ist derzeit der einzige”, sagt Waczlawa Haake vom Verein Belladonna in Frankfurt (Oder), der Prostituierte in Gesundheitsfragen betreut.

Zehn Freier am Tag

Die bis zu acht aus Bulgarien, Polen und Russland stammenden Frauen bedienen durchschnittlich zehn Freier am Tag, schätzen die Streetworker des Vereins. “Das ist deutlich mehr als das, was sich mit der sonst üblichen Hausprostitution oder in polnischen Bordellen verdienen lässt”, sagt eine der Streetworkerinnen.

Von Polizei und Ordnungsamt haben die Frauen dabei nichts zu befürchten. “Die Frauen werden sporadisch kontrolliert und gegebenenfalls aufgefordert, ihren Müll wegzuräumen”, sagt Polizeisprecherin Bärbel Cotte-Weiß vom Schutzbereich Märkisch-Oderland. Mehr könne die Polizei nicht tun, fügt die Sprecherin unter Verweis auf die Rechtslage an. “Prostitution ist nicht illegal, und solange die Frauen nicht den Straßenverkehr oder sich selbst gefährden, gibt es keinen Anlass zum Einschreiten”, sagt Cotte-Weiß.

Anders sahen das vor einem halben Jahr die Polizisten im Schutzbereich Potsdam-Mittelmark. Als an der B 2 bei Michendorf im Sommer 2008 ebenfalls ein Straßenstrich mit acht Frauen entstand, machten Polizei und nicht zuletzt der Brandenburger CDU-Vizechef Sven Petke Druck. Während Petke einen Sperrbezirk forderte, verstärkte die Polizei ihre Kontrollen. Als Anfang Dezember der Straßenstrich schließlich verschwunden war, führten die Beamten das unter anderem auf ihre intensivierte Arbeit zurück.

Die B 5 ist eine gute Straße zum Geldverdienen

Nun jedoch stehen die gleichen Frauen knapp 120 Kilometer weiter ostwärts an der B 5. “Uns sind zwei der Frauen bereits aus Michendorf bekannt”, bestätigt die Streetworkerin von Belladonna den Ausweicheffekt, der nach Aussagen der Prostituierten jedoch nichts mit den damaligen Kontrollen zu tun habe. “Die Frauen sagen, dass die B 5 die bessere Straße sei”, erzählt die Streetworkerin.

Ob die Frauen indes freiwillig in Brandenburg ihre Dienste anbieten oder zu einer organisierten Gruppe gehören, können die Mitarbeiter von Belladonna nicht mit Sicherheit sagen. Lediglich Indizien sprächen dafür, dass ein Teil der Frauen nicht auf eigene Rechnung arbeitet. “Sie erzählen zwar alle, dass sie unabhängig sind und von Polen mit Taxis nach Deutschland fahren”, sagt Haake. Weil die Frauen die Streetworker jedoch häufig bitten, ihnen Kaffee mitzubringen, bezweifelt Haake den Wahrheitsgehalt der Aussagen. “Die Frauen könnten auch mit dem Taxi zur Tankstelle fahren. Komischerweise machen sie das aber nicht”, sagt Haake.

Allerdings muss sie einschränken, dass das ebenso gut am Verdienstinteresse der Prostituierten liegen könnte. “Denkbar ist natürlich auch, dass sie sich keinen Freier durch die Lappen gehen lassen wollen”, sagt Haake. Für Gewissheit könnte letztlich nur die örtliche Polizei sorgen. Doch dort fehlt es an ausreichend Personal und Zeit.

(Quelle: morgenpost.de)

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