Großrazzia im “Eros Laufhaus” auf dem Kiez

März 27, 2009 on 11:59 am | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Das Landeskriminalamt (LKA) für Menschenhandel und Schleusung und die Staatsanwaltschaft haben gestern Durchsuchungsbeschlüsse in dem Bordell “Eros Laufhaus” an der Reeperbahn und in einer Wohnung im Stadtteil Hoheluft vollstreckt.

Hintergrund ist der Verdacht des gewerbsmäßigen Einschleusens von Prostituierten aus dem Ausland. 82 Beamte des LKA und der Bereitschaftspolizei stürmten gegen 21 Uhr das Eros Laufhaus auf dem Kiez. Sie überprüften 33 Frauen, die dort als Prostituierte arbeiten und vier Männer. Zudem stellten sie schriftliche Unterlagen und Computer als Beweismaterial sicher.

Zeitgleich durchsuchte die Polizei die Wohnung des 46-jährigen Bordellbetreibers Michael G. an der Hoheluftchaussee. Dort rückten die Beamten mit einem Diensthundeführer und Polizeihund an – denn Michael G. soll selbst einen Kampfhund haben.

Seit Dezember 2008 waren die Ermittler dem 46-Jährigen auf der Spur. Bei einer Überprüfung seines Bordells wurden damals vier Prostituierte festgenommen, die sich illegal in Deutschland aufhielten. Die Frauen kamen aus Nigeria, Sudan, Sierra Leone und Jamaica.

Zwei der Frauen waren noch nicht 21 Jahre alt – in diesem Alter ist Prostitution verboten. Die 33 Prostituierten, die gestern im Bordell überprüft wurden, stammen teilweise aus Osteuropa. Gegen eine der Frauen lag ein Haftbefehl vor – allerdings wegen eines anderen Verfahrens. Gegen eine Zahlung von 2800 Euro konnte die Frau den Haftbefehl abwenden.

Die Auswertungen des sichergestellten Beweismaterials dauern an.

(Quelle: abendblatt.de)

36-Jährige wie Sklavin gehalten

März 21, 2009 on 5:00 am | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Zuhälter zwingen Bulgarin brutal zur Prostitution

Sie dachte, sie würde als Putzfrau nach München kommen. So jedenfalls hatte es ihr eine 22-jährige Landsfrau erzählt und ihr dabei versprochen, sie werde, wenn sie von Berlin zum Arbeiten nach München umziehe, “gutes Geld machen”. Doch was dann auf die 36-jährige Bulgarin zukam, ist an Grausamkeit kaum zu überbieten: Drei Männer hielten die Frau in einer Wohnung in Oberföhring wie eine Sklavin gefangen, sie prügelten sie grün und blau und zwangen sie zur Prostitution.

Mehrere Wochen dauert das Martyrium der Frau. Am 17. März schließlich gelingt es der Münchner Polizei, die Bulgarin zu befreien. Deren Ehemann ahnt unterdessen nicht, was seine Frau 500 Kilometern entfernt durchleidet. Er wohnt mit den beiden Kindern weiter in Berlin, ab und an ruft seine Frau bei ihm an. Doch weil ihre Peiniger neben ihr sitzen und mit weiteren Schlägen drohen, traut sie sich nicht, ihn um Hilfe zu bitten.

Wie die Polizei herausfand, hatten die drei Zuhälter die “Dienste” der Frau über das Internet angeboten, getarnt als “Escort-Service”. In Wirklichkeit aber verschleppten die Bulgaren die Frau in Münchner Hotels, immer gerade dorthin, wo Männern sie haben wollten. Von dem Geld sah die Bulgarin nichts, das hätten die Zuhälter eingestrichen, berichtet Polizeihauptkommissar Thomas Lechner. Die Männer quartierten ihr Opfer in einem Ein-Zimmer-Appartement im “Pharao”-Haus in Oberföhring ein: einer pyramidenförmigen Wohnanlage am Fritz-Meyer-Weg. Dort wohnte bereits die 22-Jährige, die die Bulgarin nach München gelockt hatte. Auch sie empfing in der Wohnung Freier.

Der eingeschüchterten 36-Jährigen, die gebrochen deutsch spricht, gelang weder die Flucht aus der Wohnung, noch konnte sie sich in dem riesigen Komplex den Nachbarn verständlich machen. Wann immer sie das Appartement verließ, war ein Bewacher bei ihr. Nachdem die Polizei die traumatisierte Frau befreit hatte, kümmerten sich ein Arzt und eine muttersprachliche Betreuerin der Beratungsstelle Jadwiga um sie.

(Quelle: sueddeutsche.de)

Straßenstrich: SPD will Beschluss kippen

März 17, 2009 on 3:51 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Findet die SPD-Fraktion in der nächsten Zusammenkunft des Stadtrates eine Mehrheit, dann wird es nichts aus dem Straßenstrich in der Franz-Schubert-Straße. In einem nach den Debatten der letzten Tage nicht mehr überraschenden Dringlichkeitsantrag für die Sitzung am 31. März fordert Fraktionschef Joachim Schmidl die Aufhebung des am 3. März gefassten Beschlusses „über die Zulassung der öffentlichen Prostitution auf dem Grundstück der Stadtwerke“.

Findet die SPD-Fraktion in der nächsten Zusammenkunft des Stadtrates eine Mehrheit, dann wird es nichts aus dem Straßenstrich in der Franz-Schubert-Straße. In einem nach den Debatten der letzten Tage nicht mehr überraschenden Dringlichkeitsantrag für die Sitzung am 31. März fordert Fraktionschef Joachim Schmidl die Aufhebung des am 3. März gefassten Beschlusses „über die Zulassung der öffentlichen Prostitution auf dem Grundstück der Stadtwerke“.

Nach Meinung der SPD müsse der „nur nichtöffentlich“ gefasste Beschluss vor allem wegen des „erregten Aufsehens“ und vor der noch ausstehenden Bestätigung durch die Regierung noch einmal auf den Prüfstand. Das aber dieses Mal nicht wieder hinter verschlossenen Türen.

In der Folge zählt die SPD die bekannten Argumente dafür auf, die gegen den Standort Franz-Schubert-Straße sprechen. Zunächst wird auf die dichte Wohnbebauung in der Umgebung und das im Vorfeld nicht berücksichtigte Anwohner-Interesse hingewiesen. „Eine Abstimmung mit den Anwohnern“, beispielsweise im Rahmen einer Bürgerversammlung, habe nicht stattgefunden, stellt Schmidl fest. Die SPD hält es für verfehlt, nur die Interessen von Gewerbetreibenden zu berücksichtigen.

Dann natürlich der Hinweis auf das nahe gelegene Jugendhaus. Es sei abwegig, den bisherigen Straßenstrich an der Mainlände wegen des neu eröffneten Jugendgästehauses aufzugeben, um ihn neben der Jugendeinrichtung in der Franz-Schubert-Straße neu einzurichten. Eine Abstimmung mit dem Stadtjugendring oder Jugendverbänden habe nicht stattgefunden. Der Jugendschutz sei gering geachtet worden.

Nicht geklärt sei weiter die Frage, ob und unter welchen Bedingungen die Stadtwerke ihr Betriebsgrundstück für die öffentliche Prostitution zur Verfügung stellen darf. Ganz zu schweigen vom Imageschaden für die GmbH. Nicht geklärt sei auch, ob und unter welchen Bedingungen die Stadtwerke Mittel für die Erschließung des Grundstückes und später für die Beleuchtung und/oder Reinigung des Geländes bereitstellen darf.

Die SPD meint, dass die GmbH kein Geld für Zwecke der öffentlichen Prostitution einsetzen darf. Das Zurverfügungstellen des Grundstücks und die Übernahme von Kosten würde die Stadtwerke „entgegen ihrem Gesellschaftszweck zur faktischen Betreiberin eines Bordellbetriebes“ machen, so Schmidl.

Ganz zu schweigen, dass es bezüglich der Kosten gar keinen Stadtratsbeschluss gibt, sagt Schmidl und bemängelt, dass dennoch schon mit den Arbeiten begonnen worden sei. Eine eventuelle Übernahme der Kosten durch die Stadt bezeichnet er als „rechtswidrig“.

Im Internet (mainpost.de) wird intensiv und großteils auch sachlich diskutiert. Die Uferstraße wird dabei als erste Alternative genannt. Ein Kommentator weist auf den Werteverlust der Immobilien im Umfeld eines Strichs durch den Imageverlust hin. Ein weiterer nennt die Sorge der Stadt um die Sicherheit der Prostituierten „übertrieben“. Einer rät den Anwohnern, den Strom- und Gasanbieter zu wechseln. Nur einer findet „den Platz doch super“.

(Quelle: mainpost.de)

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