Prostituierte warf Baby aus Bordellfenster

Oktober 7, 2008 on 10:49 am | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Wegen “Tötung eines Kindes bei der Geburt” musste sich heute, Freitag, eine 19-jährige Rumänin vor einem Salzburger Schöffengericht verantworten. Die junge Frau hat laut Anklage am 15. Dezember des Vorjahres in einem Bordell in der Stadt Salzburg ein Kind auf die Welt gebracht und anschließend das Neugeborene aus einem Fenster geworfen.

Der lebensfähige Bub hat den Aufprall aus sieben Meter Höhe nicht überlebt.
Die zum Tatzeitpunkt 18-jährige Prostituierte hat das Baby auf der Toilette des Nachtclubs geboren. Anschließend soll sie es mit einem Handtuch umwickelt, dann in einen Plastiksack gesteckt und aus dem Fenster des 3. Stockes geworfen haben. Nach einem Gerichtsgutachten gilt die Frau als zurechnungs- und damit schuldfähig.

Die Prostituierte, die sich vollinhaltlich schuldig bekannte, wurde zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Als Milderungsgründe nannte der Vorsitzende Richter des Schöffensenates, Peter Hattinger, das Geständnis der Frau, ihre Unbescholtenheit und den Ausnahmezustand während der Geburt. Die 19-Jährige ins Gefängnis zu stecken, wäre kontraproduktiv, so der Richter.

Der Strafrahmen beträgt bei jungen Erwachsenen in diesem Fall sechs Monate bis fünf Jahre Haft. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Die Öffentlichkeit wurde vor der Einvernahme der Rumänin von der Verhandlung ausgeschlossen.

Laut Gutachter habe die Angeklagte zum Tatzeitpunkt nicht gewusst, was sie tut, führte Verteidiger Robert Morianz in seinem Eingangsplädoyer aus. “Sie hat in einem schweren Milieu gearbeitet und nicht einmal gewusst, dass sie schwanger ist.” Einige Stunden vor der Geburt habe sie über Bauchweh geklagt, sich ins Zimmer gelegt und dann auf der Toilette “etwas ausgestoßen, das sie in einen Nylonsack verpackt und aus dem Fenster geworfen hat”, schilderte der Rechtsanwalt.

Die bisher unbescholtene Frau wegzusperren, wäre “der absolut falsche Weg”, betonte Morianz. Sie müsse ohnehin mit der Tat leben, “das ist die tatsächliche Strafe”. Wichtig sei nun, ihr die größtmögliche Integration zu bieten. Als sie nach dem tragischen Vorfall im Bordell in die Christian-Doppler-Klinik eingeliefert worden war, habe Selbstmordgefahr bestanden. “In der medizinischen Nachbetreuung wurde Wunderbares geleistet. Ihr konnte zur Wiedereingliederung ins Leben geholfen werden”, so der Anwalt.

Die ehemalige Prostituierte ist laut ihrem Verteidiger aus dem Milieu komplett ausgestiegen. Sie werde nun von ihrem aktuellen Lebensgefährten unterstützt. Der Österreicher hat die Rumänin heute auch in den Gerichtssaal begleitet und vor dem Blitzlichtgewitter sowie Videokameras der Medien – soweit es ihm möglich war – abgeschirmt.

Die 19-Jährige hat mittlerweile eine Arbeit in einem Geschäft einer Freundin gefunden, wofür sie laut eigenen Angaben rund 200 Euro “Taschengeld” verdient. Detail am Rande: Seit der Tat gibt es Bemühungen von Salzburger Politikern, die Prostitution während der Schwangerschaft per Gesetz zu verbieten.

(Quelle: vienna.at)

Sitte erwischt minderjährige Prostituierte

Oktober 3, 2008 on 2:17 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Kassel. Zwei minderjährige Prostituierte sind bei Milieukontrollen von Beamten der Sitte ermittelt worden. Kriminalbeamte des Kommissariats 12 der Kasseler Kripo haben laut Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch am Dienstag und Mittwoch mehrere Wohnungen in Kassel nach minderjährigen Prostituierten überprüft.

Die Fahnder waren Hinweisen nachgegangen, wonach in bestimmten Wohnungen in den Stadtteilen Wesertor und Bettenhausen minderjährige Tschechinnen der Prostitution nachgehen sollen. Neben volljährigen Damen des Gewerbes mit tschechischen Pässen trafen die Polizisten in einer Wohnung an der Leipziger Straße eine 16-jährige Tschechin mit gefälschten Papieren an.

Am Mittwoch konnten sie eine weitere Minderjährige ermitteln. Die 17-Jährige Tschechin hielt sich in einer Wohnung an der Schützenstraße auf und ging dort mit anderen Frauen der Wohnungsprostitution nach.

Die beiden Minderjährigen wurden in Abstimmung mit dem Jugendamt zunächst in betreuten Wohngruppen untergebracht. Beide erwartet ein Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung. Über die zuständigen Behörden wird ihre Rückreise nach Tschechien vorbereitet.

(Quelle: hna.de)

Ehemaliger Bordellchef will Bürgermeister von Bangkok werden

Oktober 2, 2008 on 9:02 am | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Bangkok (AP) Vor ein paar Jahren hat Chuwit Kamolvisit viel Geld verdient mit dem Betrieb von Bordellen, getarnt als Massagesalons. Jetzt ist er als Saubermann in die Politik eingestiegen und kandidiert am kommenden Sonntag für das Amt des Bürgermeisters in der thailändischen Hauptstadt Bangkok.

Nach dem wochenlangen Wahlkampf sehnt sich der 47-jährige Geschäftsmann nach seinem früheren Leben zurück: «Politik ist so schmutzig, so hässlich», klagt Chuwit. «Ich würde lieber im Nachtklub sitzen, eng umgeben von Mädchen, und Zigarren rauchen sowie Sekt und Cognac trinken. Das war das perfekte Leben.»

Jetzt aber ist Chuwit zu einem Feldzug gegen Heuchelei und Täuschung angetreten: «Ich sage die Wahrheit. Wenn ihr die Wahrheit hören wollt, dann hört mir zu.» Gemessen an den jüngsten Umfragen sind aber nicht allzuviele Wähler beeindruckt von dem, was sie bei Chuwit zu hören bekommen. Zwar erregt der schillernde Kandidat Aufmerksamkeit, wohin er auch kommt. Aber favorisiert ist Amtsinhaber Apirak Kosayodhin, der aus dem Mobilfunkgeschäft kommt und mit 30 Prozentpunkten vorn liegt.

Als Sex-Unternehmer beschäftigte Chuwit etwa 1.300 Frauen in einer Kette von Bordellen, die sich als Massagesalons ausgeben mit so bezeichnenden Namen wie «Victoria’s Secret» oder «Emmanuelle». Prostitution ist illegal in Thailand, aber weit verbreitet und von den Strafverfolgungsbehörden kaum bedrängt.

Chuwitt kennt die Korruption

Chuwit machte 2004 Schlagzeilen, als er öffentlich machte, was hochrangige Polizisten so alles von ihm bekamen: Rolex-Uhren, freie Dienste seiner Mädchen und «Geld in einem Müllsack, weil es für einen Umschlag zu viel war». Danach verkaufte er seine Etablissements und betreibt nun ein Hotel.

Die Wahlkampfthemen in der Sechs-Millionen-Einwohner-Stadt liegen auf der Straße: Verkehr und Umweltschutz nehmen breiten Raum ein, auch über die Schulpolitik wird heftig gestritten. Dabei hat der Gouverneur, wie der offizielle Titel des Bürgermeisters von Bangkok lautet, kaum eigene Handlungsmöglichkeiten. Die Zentralregierung kontrolliert alle Mittel für die wichtigsten Dienste in der Stadt.

Chuwit ist in Bangkok nicht gerade populär. Aber einige sagen, dass er gut in das schmutzige Geschäft der Politik in Thailand passt. «Ich glaube, dass kein thailändischer Politiker sauber ist», sagte der 40-jährige Tam Sompon. «Ein anständiger Werdegang garantiert nicht, dass ein Kandidat im Amt nicht korrupt sein wird. Ich werde Chuwit wählen, weil er reibungslos und aggressiv für uns arbeiten kann.» Chuwit zuckt die Schultern, wenn sich jemand an seinen früheren Geschäften stört. «Das Sex-Business ist kein Problem», meint er. «Wenn man keinen Sex hat, das ist ein Problem.»

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