Stadt stellt Fotos bayerischer Sex-Touristen ins Netz
Oktober 30, 2008 on 5:28 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviertFreier in der tschechischen Kamera-Falle
Chomutov – Die Gegend wirkt völlig freudlos – eine typische Durchgangsstraße mit Buswartehäuschen samt Parkbucht.
Ausgerechnet hier suchen Männer, viele aus der 100 Kilometer entfernten Oberpfalz, für eine halbe Stunde billig erkaufte Zerstreuung bei Prostituierten: auf dem Straßenstrich von Chomutov (Tschechien). Die Freier können seit Kurzem obendrauf mit einem Extrakick rechnen, und den gibt es sogar gratis! Seit Wochen lässt die Stadtverwaltung den Strich mit Kameras überwachen. Die Fotos von den Autos der Freier werden ins Internet gestellt – unter dem auf Deutsch gehaltenen Link-Hinweis: „Aufnahmen des städtischen Kamerasystems zur Überwachung der öffentlichen Ordnung mit Bezug auf die Problematik mit der Prostitution.“
Da Kommunen in Tschechien rechtlich nicht gegen die Straßenprostitution mit dem dazugehörigen Schmuddel-Image vorgehen können, sah man sich zu dem drastischen Schritt gezwungen. „Acht bis zehn Mädchen arbeiten dort an der Straße“, heißt es aus dem Magistrat von Chomutov. „Sie stehen auch an Orten, wo etwa Kindergärten sind. Wir mussten einfach etwas machen.“ Gleichzeitig hoffen die Verantwortlichen, dass so der Zwangsprostitution zumindest ein kleiner Schlag versetzt wird.
Derzeit lassen sich exakt 15 Autos von Freiern auf der Website (*) betrachten, vom Typ her wohl die meisten aus Tschechien. Kennzeichen und Fahrer sind dabei unkenntlich gemacht, doch nahe Verwandte dürften den Wagen schon erkennen … Und im Zweifel hilft die Verwaltung gerne nach und stützt sich dabei auf einen möglichen Verstoß gegen das Gewerberecht. Chomutovs Zweiter Bürgermeister Jan Rehák gegenüber dem ARD-Hörfunk: „Es gibt den Vorschlag, dass wir Fahrer, die Prostituierte in ihr Auto steigen lassen, zusammen mit dieser Frau zu einem Verfahren laden. Da sollen sie dann eine Erklärung abgeben, was im Auto geschehen ist.“
Wenn Kunden wirklich Pech haben, erhalten ausgerechnet die zu Hause gebliebenen Ehefrauen die Ladung, der ein Foto vom böhmischen Sex-Abenteuer beigefügt ist. Wie so was ausgehen kann, weiß Petr Pipal, Bürgermeister der Stadt Dubi, wo dies bereits praktiziert wird. „Ehefrauen haben sich bei mir gemeldet, es war ihnen schwer begreiflich zu machen, dass ihr Mann wegen sexueller Dienste hier war.“ Die Taktik wirkt offenbar: Das größte Bordell in Dubi musste bereits mangels Freier schließen.
(Quelle: tz-online.de)
* http://www.chomutov-mesto.cz
Prostitution in Straßburg
Oktober 30, 2008 on 5:26 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviertEU-Abgeordnete streiten um Rotlichtring
Eigentlich arbeiten sie in Brüssel, aber einmal im Monat fallen die knapp 800 Abgeordneten des EU-Parlaments und ihre Mitarbeiter ins beschauliche Straßburg ein. Es sind die Tage, in denen die Prostitution boomt. Nun fordern einige Abgeordnete, dass Parlamentspräsident Pöttering handelt.
Der Brief liegt vor, sein Inhalt ist anstößig und so wie es aussieht, wird er noch für viel Ärger sorgen im Europäischen Parlament. 37 Abgeordnete aus Skandinavien verlangen vom Präsidenten, etwas gegen die Förderung der Prostitution durch europäische Volksvertreter zu tun. Demnach sollten sich EU-Abgeordnete nur noch in Hotels einquartieren, die Prostituierten keinen Zugang gewähren.
“Wir wollen saubere Hotels”
Es gehe gar nicht darum, ob man Prostitution nun verbieten oder legalisieren solle, meint die dänische Abgeordnete Karin Riis Jörgensen, die den Brief mit initiierte. “Es geht uns darum, dass wir während der Straßburger Parlamentswoche nicht in Hotels wohnen wollen, wo Prostituierte sind.” Wenn einige der Kollegen eine Party mit einer Prostituierten feiern wollten, sollen sie sonst wo hin gehen, so Jörgensen. “Aber nicht dahin, wo wir untergebracht sind. Wir wollen einfach saubere Hotels.”
Die Reaktion auf diese Forderung war bislang aber eher verhalten im Europäischen Parlament. Der christlich soziale EU-Abgeordnete Manfred Ferber aus Bayern meint: “Zunächst war ich überrascht, dass es einen solchen Brief gibt. Ich bin seit über elf Jahren im gleichen Hotel und habe bislang noch nichts beobachtet.” Wie Ferber fürchten jetzt viele der fast 800 Parlamentarier, der Brief trage nicht dazu bei, Prostitution zu bekämpfen – er beschädige vielmehr das Ansehen des Europäischen Parlaments und seiner Vertreter.
Metropole für käuflichen Sex
Die Sorge um die politische Reputation ändert allerdings nichts an den Fakten: Das beschauliche europäische Straßburg ist tatsächlich eine Metropole für käuflichen Sex. Und die Parlamentswoche bringt Kundschaft: Beamte, Journalisten, Politiker.
“Das passiert mir immer wieder”, sagt Jana aus Tschechien. Sie werde dann ins Hotel gebracht, wo der Kunde auf sie warte. Meistens bezahle er gut. Und alles sei sehr diskret, nicht wie auf dem Parkplatz. Ein Rezeptionist beim Europäischen Parlament habe ihr auch schon angeboten, Kundschaft zu besorgen. Sehr diskret, gut bezahlt.
Fest in der Hand der Mafia
Route du Rhin, Boulvard de Nancy, Quai Pasteur, Avenue des Voges – rund ums historische Fachwerkzentrum legt sich ein Rotlichtring, den die osteuropäische Zuhältermafia im Rotationsverfahren beliefert. Zurzeit sind Zwangsprostituierte aus Rumänien, Bulgarien und Tschechien auf dem Strich. Manchmal kommen 500 Euro zusammen in einer Nacht, sagt Jana, aber fast alles muss sie dem Zuhälter geben. Für sie bleibt gerade genug, um Hotel, Essen, Kleider zu zahlen.
Jana ist 29 Jahre alt und Mutter von drei kleinen Kindern. Früher war sie Angestellte in einer Instrumentenfabrik und baute Gitarren, Cellos und Violinen. Dann versprach ihr der Mann ihrer Cousine eine Reise nach Straßburg: “Er hat gesagt, das sei das Paradies, ich könne viel Geld als Kellnerin oder Zimmermädchen verdienen. Es sei wunderbar”, sagt Jana. Sie sei Nachmittags um vier Uhr in Straßburg angekommen. “Und am Abend schickten sie mich schon auf den Strich.”
“Bin gespannt, was Herr Pöttering von der CDU dazu sagt”
Drogen und Druck und die Drohung, der Familie zuhause Gewalt anzutun – das macht die Frauen gefügig. Die Europäische Union hat sich bislang nicht darauf einigen können, ob es besser ist, solche Fälle als Prostitution oder als Zwangsprostitution zu definieren. Ob es sinnvoller ist, käuflichen Sex wie in Dänemark zu verbieten, wie in Frankreich zu beschränken oder wie in Deutschland zu legalisieren. Jedes Mitgliedsland hat sein eigenes Verhältnis zum Rotlichtmilieu, was den EU-weiten Kampf gegen Menschenhandel erschwert.
Derweil fühlen sich die Abgeordneten des EU-Parlaments in ihrem Ansehen beschädigt, wenn ihre Kollegin Jörgensen öffentlich darüber redet. Da könne sie nur lachen, sagt sie, es gehe hier doch nicht um Reputation. “Ich bin sehr gespannt, wie Parlamenspräsident Pöttering reagieren wird, er ist schließlich von der CDU und sieht unsere Initiative sicher positiv”, so Jörgensen.
Parlaments-Präsidium unter Druck
“Ich bin ja gezwungen, mich damit zu beschäftigen, weil es diesen Brief gibt. Der Brief hat viel Wirbel ausgelöst. Das Präsidium des Europäischen Parlaments hat gebeten, dass der Ältestenrat sich mit der Frage befasst. Wir sollten das mit der nötigen Ernsthaftigkeit untersuchen, aber auch jede Form der übertriebenen Darstellung vermeiden”, sagt der Präsident des Europäischen Parlaments und macht ein Gesicht, als habe er gerade in ein faules Stück Obst beißen müssen.
Am 15. Oktober veröffentlichte die Europäische Kommission in Zusammenarbeit mit dem EU-Parlament eine umfangreiche Studie zu Zwangsprostitution und Menschenhandel in der EU. Sie kommt zu dem Schluss, dass es notwendig sei, einerseits gemeinsame neue Strategien zu diskutieren, andererseits auf nationale Ebene für deren Anwendung zu sorgen. Jana, die Frau aus Tschechien, die in Straßburg verkauft wird, dürfte nicht allzu viel davon haben. Sie wolle so gerne damit aufhören, so könne man nicht weiterleben. “Ich will endlich wieder wie ein normaler Menschen auf die Straße gehen. Aber es gibt eben viele, die von mir profitieren.”
(Quelle: tagesschau.de)
Zur Prostitution gezwungen und ausgebeutet
Oktober 30, 2008 on 5:23 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviertProzess: Pinneberger Bordellbetreiber werden 128 Straftaten vorgeworfen
Der aus Rumänien stammende Angeklagte soll der Kopf einer internationalen Bande sein, die brutal agiert.
Pinneberg/Itzehoe – Eduard M. wirkt auf den ersten Blick wie ein seriöser Geschäftsmann. Seine Geschäfte waren alles andere als seriös: Der Pinneberger gilt als Kopf einer Bande, die Frauen – teilweise unter 21 Jahren – zur Prostitution nach Deutschland holte, einschüchterte und ausbeutete. Außerdem wird ihm Drogenhandel vorgeworfen. Gestern begann der Prozess am Landgericht Itzehoe.
30 Minuten benötigte Staatsanwalt Hendrik Schwitters, die Anklageschrift zu verlesen. Sie listet 128 Straftaten auf. 2003 soll der gebürtige Rumäne, der nun deutscher Staatsbürger ist, die Herrschaft über die “Night Bar 195″ übernommen haben. Das Gebäude an der Elmshorner Straße diente einst als Ruhehaus für die Damen, die im Rellinger “Club 92″ anschafften. Als der schloss, wurde es als “Pinneberger Privat-Club” selbst zum Bordell. Nach einer Razzia 2001 war zunächst Schluss.
In der Nacht zum 23. Mai dieses Jahres stürmten erneut Polizisten das Haus. Sie trafen sieben Damen, vier Freier und Betreiber Eduard M. an. Der wurde verhaftet. Außerdem wurden 21 weitere Objekte, darunter Privatwohnungen, ein kleines Hotel im Kreis Segeberg und der “Aphrodite Club” in Hamburg-Rahlstedt, durchsucht. Alle stehen in Verbindung zur Gruppe des Hauptangeklagten.
Der verkaufte neben Sex auch Kokain an die Freier. 100 Fälle der Anklage betreffen Drogengeschäfte. Die Damen in der “Night Bar 195″ stammten vorwiegend aus der Heimat des Angeklagten. Weil Rumänien nicht zur EU gehört, besaßen sie weder Arbeits- noch Aufenthaltserlaubnis. Um ihren Status zu legalisieren, organisierte Eduard M Ehen mit Deutschen. Elf solcher Fälle zählt die Anklage auf.
Sie liefen stets nach demselben Muster ab: Der Angeklagte chauffierte die heiratswillige Dame nach Dänemark, wo sie erstmals auf ihren Bräutigam traf. 8000 Euro kassierte der 41-Jährige von der Braut, die dank der Heiratsurkunde von der Ausländerbehörde eine Aufenthaltserlaubnis erhielt und weiterarbeiten konnte. Drei Viertel der Erlöse aus dem Geschäft mit dem Sex, so die Anklage, mussten die Damen an ihren Zuhälter abtreten.
Und wenn sie aussteigen wollten, wurden sie laut Anklage bedroht. Eduard M. suchte eine Prostituierte in Rumänien auf und kündigte an, sie und ihren Sohn niederzumachen, wenn sie nicht nach Pinneberg zurückkehrt. In einem anderen Fall kündigte er an, sexuelle Aufnahmen der Frau ihren ahnungslosen Verwandten in der Heimat zu überlassen.
Im “Moin Moin Club” in Ricklingen soll Eduard M. zudem einen Konkurrenten verprügelt und gedroht haben, ihm die Füße abzuschneiden und an den Beinen im Wald aufzuhängen. Um seinen Worten mehr Gewicht zu verleihen, soll er ein Messer in eine Türschwelle gerammt haben.
Nach Verlesung der Anklageschrift wurde das Verfahren auf den 10. November vertagt. Noch “pokert” Verteidiger Norbert John, ob sein Mandant zur Sache aussagt. Ein Geständnis könnte die Höhe der Strafe reduzieren. Bleibt der Angeklagte stumm, folgen umfangreiche Zeugenvernehmungen. Teilweise müssten Ex-Prostituierte aus ihrer Heimat zum Prozess gebracht werden. Ein anderes Problem besteht darin, dass viele Zeugen sich selbst strafbar gemacht haben und daher die Aussage verweigern könnten.
(Quelle: abendblatt.de)
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