Betäubt und erstickt
Februar 22, 2008 on 5:18 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviertGöttingen (ddp-nrd). Im Prozess um vier Morde an älteren Männern hat der angeklagte Hilfsarbeiter Siggi S. am Freitag vor dem Göttinger Landgericht zwei weitere Taten gestanden. Der 58-Jährige gab zu, am 22. April 1995 den 81 Jahre alten Paul G. und im Juli 2000 den 71-jährigen Gerhard G. mit Plastiktüten erstickt zu haben. Die ehemalige Prostituierte Lidia L. habe ihn dazu ebenso angestiftet wie zu zwei bereits zuvor gestandenen Morden.
Die vier Getöteten waren Ehemänner oder Lebenspartner der als «Schwarze Witwe» bekannt geworden Lidia L. In allen Fällen soll L. die Opfer, die sie über Kontaktanzeigen kennenlernte, zunächst mit einer starken Dosis Beruhigungsmittel betäubt haben. Siggi S. habe sie dann erstickt. Lidia L. wollte nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft durch die Taten an das Vermögen und die Renten der Männer sowie an Versicherungsprämien gelangen.
Er habe Paul G. im Haus des zuvor getöteten Ehemannes von L. im hessischen Melsungen ermordet, sagte S. Das Opfer sei zuvor durch eine große Dosis Beruhigungspillen im Essen betäubt worden. Als er ihm die Tüte über den Kopf gestülpt und mit den Händen dessen Mund und seine Nase zugedrückt habe, habe G. sich noch einmal «im Stuhl hoch gestemmt», sagte S. Am selben Abend hätten er und L. den Toten auf einer Wiese bei Volkerode in Thüringen mit Benzin übergossen und angezündet. Von Paul G. soll sich Lidia L. Sparguthaben und anderes Vermögen im Wert von mindestens 155 000 Euro angeeignet haben.
Gerhard G. hat S. seinen Angaben zufolge in dessen Haus im niedersächsischen Springe nach derselben Methode getötet. Die Leiche vergruben er sowie ein Sohn von Lidia L. im Garten des Anwesens. In diesem Fall konnte sich die Angeklagte offenbar kaum bereichern. Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft fanden sie und G. im Haus des Getöteten lediglich etwas Bargeld. Dies hätten die Beschuldigten unter sich sowie mit dem Sohn von L. geteilt.
Die 69 Jahre alte Frau hat in dem Verfahren bislang geschwiegen. Ihr Anwalt Klaus Kunze sagte am Rande der Verhandlung, seine Mandantin könne zu den Morden selbst auch gar nichts sagen, weil sie nicht dabei gewesen sei. In ihrer polizeilichen Vernehmung hatte L. erklärt, S. habe die Taten allein und wohl aus Eifersucht begangen.
Nach Ansicht von Rechtsanwalt Marcus Fischer, der S. in dem Verfahren vertritt, sind dessen Aussagen glaubwürdig. Es sei zu erkennen, dass S. seine Taten bereue und einen Schlussstrich unter diesen Lebensabschnitt ziehen wolle. S. sei an der vollständigen Aufklärung der Geschehnisse interessiert. Das Verfahren wird am Montag fortgesetzt.
Brite wegen Mordes an fünf Prostituierten schuldig gesprochen
Februar 21, 2008 on 4:06 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviertLondon (AP) Im Zusammenhang mit der aufsehenerregenden Mordserie an fünf Prostituierten in Ipswich ist ein 49-jähriger Brite am Donnerstag wegen Mordes schuldig gesprochen worden. Steve Wright droht damit eine lebenslange Haftstrafe. Die Leichen der Frauen, die sich offenbar ihre Drogensucht mit Prostitution zu finanzieren versuchten, wurden Anfang Dezember 2006 innerhalb von zehn Tagen nackt im Umkreis von Ipswich in der südöstlichen Grafschaft Suffolk gefunden.
Wright räumte ein, Prostituierte aufgesucht und die Getöteten gekannt zu haben. Er bestritt jedoch, die Frauen im Alter zwischen 19 und 29 Jahren umgebracht zu haben. Die Staatsanwaltschaft erklärte, Blut, Textilfasern und andere Beweise hätten Wright mit den Taten in Verbindung gebracht.
Der Fall löste damals Angst in der Bevölkerung aus und dominierte die Schlagzeilen und Fernsehnachrichten. Mit einer großangelegten Ermittlungsaktion, bei der etwa 500 Beamte im Einsatz waren, fasste die Polizei Wright Ende Dezember 2006. Seither befand er sich in Untersuchungshaft.
Zur Prostitution gezwungen: 31-Jähriger vor Gericht
Februar 12, 2008 on 4:19 am | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviertHannover (ddp-nrd). Weil er eine Bekannte zur Prostitution gezwungen hat, muss sich ab heute (12. Februar, 9.00 Uhr) ein 31-jähriger Italiener unter anderem wegen Vergewaltigung und Menschenhandels vor dem Landgericht Hannover verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, von September 2006 bis Juni 2007 insgesamt 21 Straftaten verschiedenster Art zulasten einer Geschädigten begangen zu haben. Indem er seine Bekannte zur Prostitution zwang, verdiente er seinen Lebensunterhalt. Zudem soll er die Frau zunehmend überwacht haben und sie so unter Druck gesetzt haben. Neben Vergewaltigung und Menschenhandel wird dem Angeklagten auch Erpressung, gefährliche Körperverletzung, gewerbsmäßiger Betrug und Freiheitsberaubung vorgeworfen.
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