Prostituierte kämpfen gegen Bordellschließungen

September 7, 2007 on 5:30 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Der Bundesverband für Sexuelle Dienstleistungen wehrt sich gegen die Schließung von Bordellen in Wohngebieten in Berlin. Eine von dem Verband in Auftrag gegebene Studie bestätigt, dass von den Betrieben keine Beeinträchtigung ausgeht.

BERLIN – Schon länger dauert der Streit um teilweise schon jahrzehntelang bestehende Etablissements in Privatwohnungen an. Im Juli war nach einem Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf den Prostituierten zugesichert worden, in Zukunft vorerst keines der Bordelle mehr zu schließen. Trotzdem ging Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) weiter gegen die Betreiber vor. “Wir sind eine Ordnungsbehörde und müssen gegen alle Bordelle in Wohngebieten vorgehen, von denen wir Kenntnis erhalten”, verteidigte er sich gegenüber der “Morgenpost”.

Nach geltendem Baurecht dürfen innerhalb eines Wohngebietes keine sexuellen Dienstleistungen angeboten werden, da dies dessen “Charakter beeinträchtigt”, heißt es unter anderem in dem Gesetzestext. Im Klartext: Die Bordelle stören das Zusammenleben. Der Bundesverband für sexuelle Dienstleistungen sieht dies anders. Er gab eine Studie bei der renommierten Sozialwissenschaftlerin Beate Leopold in Auftrag. Diese überprüfte zehn der Betriebe und kommt laut “Morgenpost” zu dem Schluss: “Es gibt keine Hinweise auf Störungen. Die meisten Frauen arbeiten ohne Zuhälter – ohne Zwang und Gewalt.”

Schwere Vorwürfe der Prostituierten

Leopold stellt sich damit hinter die im Verband organisierten Bordell-Betreiberinnen. Diese hatten in einer Pressemitteilung den Behörden schwere Vorwürfe gemacht: “Warum sollen nahezu ausschließlich von Frauen gegründete und geleitete Bordelle geschlossen werden? Wer will uns in die Hände einer Mafia treiben, die ähnlich wie in Hamburg oder Frankfurt die Prostitution beherrscht?”

Vorwürfe, die Gröhler nicht auf sich sitzen lassen will. Er habe in seiner Amtszeit zwölf Bordelle zugelassen, allerdings im Gewerbegebiet, betonte er im Gespräch mit der “Morgenpost”. Dort seien diese erlaubt. Er sieht viel mehr den Gesetzgeber in der Pflicht, eine Lösung zu finden. Dieser hätte 2002 zwar die Prostitution als Gewerbe legalisiert, jedoch keine Nachbesserung am Baurecht vorgenommen: “Da hat sich Rot-Grün wohl angesichts von Wählerstimmen nicht rangetraut.”

(Quelle: tagesspiegel.de)

Freier ermordet

September 4, 2007 on 12:38 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Ins nordhessische Melsungen führt eine Spur bei den Ermittlungen zu einer spektakulären Mordserie. Eine ehemalige Prostituierte hat offenbar drei ihrer Kunden umbringen lassen, um sich deren Vermögen unter den Nagel zu reißen.

Ausgelöst wurden die Nachforschungen durch das Geständnis des mutmaßlichen Mörders am Wochenende. Der 52 Jahre alte Mann stellte sich der Polizei und schilderte die Fälle. Als Auftraggeberin bezichtigte er eine 68-Jährige, die früher in Wahlsburg bei Kassel ein Bordell betrieb und heute im niedersächsischen Landkreis Northeim lebt. Der Aussage des Mannes zufolge liefen alle drei Fälle nach demselben Schema ab. Über Kontaktanzeigen suchte die Frau alte, alleinstehende Männer. Sobald diese ihr Vermögen überschrieben hatten, soll die Frau Mordaufträge erteilt haben.

Leichen verbrannt

In Melsungen-Röhrenfurt hatte die Frau einen Hausbesitzer geheiratet, der dann 1994 im Alter von 84 Jahren starb. Gerüchte, dass es sich auch dabei nicht um nicht um einen natürlichen Tod gehandelt habe, bestätigten sich allerdings nicht. Die Leiche wurde exhumiert und obduziert –ohne relevanten Befund. In das Melsunger Haus soll die Frau dann aber später ein anderes Opfer gelockt haben. Der Mann stammte aus dem rheinland-pfälzischen Zweibrücken. Seine Leiche wurde später in die Nähe von Volkerode in Thüringen gebracht, mit Benzin übergossen und angezündet. Auch die Leiche eines weiteren Opfers wurde am Straßenrand verbrannt.

Haus angezündet

1997 brannte schließlich auch das Haus in Melsungen zweimal. Es wurde dabei zerstört. Der geständige Mörder gab bei seiner Aussage an, er habe auch diese Brände gelegt.

(Quelle: hr-online.de)

Freier mit Sexfotos unter Druck gesetzt

September 4, 2007 on 7:25 am | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Drei Monate Haft auf Bewährung und Geldbußen von jeweils 500 Euro bekamen eine frühere Prostituierte (27) und ihr 29-jähriger Freund gestern vor dem Amtsgericht. Sie waren wegen versuchter Erpressung angeklagt und gaben zu, dass sie einen Kunden der Frau unter Druck gesetzt hatten. Sie hatten behauptet, dass sie Fotos besäßen, die ihn beim Sex mit der Frau zeigten. Er sollte ihnen 5000 Euro geben, sonst würden sie die Fotos publik machen.

Die beiden vorbestraften Angeklagten hatten vor Gericht ihre „Geldnot” als Motiv bezeichnet. Das Gericht wertete ihre Geständnisse als strafmildernd. So blieb dem erpressten Freier ein Auftritt im Zeugenstand erspart.

(Quelle: rundschau-online.de)

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