Straßenstrich und Drogenszene verbannen

August 25, 2010 on 12:00 am | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Frankfurt. Ein Bordellbesitzer angeschossen, eine Tänzerin gewürgt, ein Passant erstochen, als dieser zwei Frauen zu Hilfe eilte: Die Kriminalität im Frankfurter Bahnhofsviertel reißt nicht ab. Polizei und Stadt wollen jetzt härter durchgreifen, vor allem den Straßenstrich verbannen und gegen die Drogenszene vor Läden und Lokalen vorgehen, die Anwohner, Geschäftsleute und Touristen massiv stört.

Der als künftiger hessischer Innenminister gehandelte Staatssekretär Boris Rhein (CDU) lobte gestern bei der Vorstellung der »Sicherheitsoffensive« die »deutschlandweit einzigartige Zusammenarbeit« zwischen Polizei und Stadt. Das Bahnhofsviertel sei ein »besonderes, ein reizvolles Viertel«, in dem sich in den letzten Jahren vieles zum Guten gewandelt habe, betonte der Frankfurter.

Mehr als 2600 Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz habe die Polizei 2010 bereits im Bahnhofsgebiet geschrieben. Dazu kommen 107 Waffendelikte und mehr als 3200 Platzverweise. 37 Haftbefehle wurden vollstreckt und mehr als 17 Kilo Rauschgift sichergestellt. Zwei minderjährige Prostituierte wurden in den Bordells aufgegriffen. Die Bilanz wertet Rhein als Zeichen, »dass da ganz intensiv ermittelt wird«.

Denn: 20 Polizisten seien seit Jahresbeginn zusätzlich für Frankfurt abgestellt. 2011 sollten landesweit noch einmal 50 Beamte als schnelle Eingreiftruppe folgen, für Brennpunkte wie das Bahnhofsviertel. Seit kurzem sind zudem 15 Stadtpolizisten im Quartier auf Streife. »Die Menschen müssen sehen, dass uniformierte Kräfte vor Ort sind«, betonte Frankfurts Ordnungsdezernent Volker Stein (FDP). Viele Polizeikräfte arbeiteten verdeckt, etwa im Kampf gegen die Hintermänner illegaler Prostitution von bulgarischen und rumänischen Frauen, sagt der zuständige Kriminaloberrat Thomas Seidel. Polizei und Ordnungsamt wollen sich enger absprechen. »Mindestens einmal in der Woche, nach Bedarf auch täglich«, versichert der neue Ordnungsamtsleiter Jörg Bannach.

Die im Bahnhofsviertel verbotene Straßenprostitution soll auf den legalen Strich in der Nähe der Messe verdrängt werden. Ansammlungen von Junkies will man auflösen und die »rund 30 bis 40 besonders auffälligen Drogenabhängigen« (Stein) mit Gesprächen dazu bringen, das Rauschgift in den dafür vorgesehenen Einrichtungen und nicht auf der Straße zu konsumieren. Im Bahnhofsviertel seien Kraftanstrengungen über das normale Maß hinaus nötig, sagt Stein. »Und es wird nicht einfacher werden.« Die EU-Erweiterung um südosteuropäische Staaten etwa habe neue Probleme bei Prostitution und kriminellem Bettlerwesen hervorgebracht.

Dagegen sei es gelungen, dem Hütchenspiel nach 20 Jahren vollständig Herr zu werden. Eine 16-köpfige Bande sei nach langen verdeckten Ermittlungen im Herbst 2009 überführt worden, berichtet Seidel. Auch im Rotlichtmilieu sieht er deutliche Verbesserungen: Vor zehn Jahren seien 1000 illegale Frauen in den Bordells überführt und einige Häuser geschlossen worden. »Die Arbeitsbedingungen der Frauen haben sich wesentlich verbessert, es gibt viel weniger Illegale«. Und Rhein betont: »Die Verbesserung der Situation im Bahnhofsviertel ist eine Daueraufgabe.«

(Quelle: main-netz.de)

Sonderausstellung: Erzwungene Prostitution im KZ

August 24, 2010 on 8:32 am | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Die Gedenkstätte Buchenwald zeigt ab Freitag eine Sonderausstellung zur Zwangsprostitution weiblicher KZ-Häftlinge.

Die Ausstellung trägt den Titel “Lagerbordelle. Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern”. Wie ein Sprecher der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora am Montag mitteilte, soll sowohl die Perspektive der betroffenen Frauen wie auch die Organisation und Funktion der Lagerbordelle aus Sicht der SS gezeigt werden. Dazu wurden über 150 Dokumente und Fotos zusammengetragen. Der Stiftung zufolge gab es seit 1942 in insgesamt zehn Konzentrationslagern Bordelle. Die von der SS sogenannten Sonderbauten seien ein “absurder Versuch gewesen, im Rahmen eines Prämiensystems die Arbeitsproduktivität der Häftlinge in der Rüstungsindustrie zu steigern”, sagte der Sprecher. 1943 habe die SS 16 weibliche Häftlinge zwischen 20 und 40 Jahren in den “Sonderbau” des KZ Buchenwald gebracht. Bis 1945 mussten mehr als 200 weibliche Häftlinge in den Lagerbordellen Zwangsarbeit leisten.

Bei der Sonderschau handelt es sich um eine Wanderausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. “Lagerbordelle. Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern” ist bis Ende November zu sehen.

(Quelle: mdr.de)

Opfer eines Zuhälters offenbart sich der Polizei

August 12, 2010 on 5:53 pm | In HUREN NEWS | Kommentare deaktiviert

Hamm. Mohammed A. brachte seine Freundin gezielt in eine emotionale Abhängigkeit – und schickte sie dann auf den Strich. Nach mehr als drei Jahren schaffte die heute 23-jährige Susanne S. (Name geändert) es endlich, sich jemandem zu offenbaren. Seitdem sitzt ihr Ex-Freund, 37, in Haft.

Susanne S. nutzte einen Auslandsaufenthalt ihres Lebensgefährten, um sich der Polizei zu offenbaren. A. zwinge sie, so erzählte die 23-Jährige vor Milieuermittlern, in einem Bordell anzuschaffen und bei einem Escort-Service zu arbeiten. Wenn sie nicht tue, was er verlange, würde sie verprügelt – und zwar unter anderem mit Knüppeln und Stromkabeln. Tatsächlich war die 23-Jährige zuletzt mehrfach im Krankenhaus behandelt worden.

Am Dienstag nahmen MEK-Beamte den mutmaßlichen Zuhälter auf der Theodor-Haubach-Straße in Wedel fest. Polizisten durchsuchten dessen Wohnungen in Hamburg und Wedel. Sie stellten Telefone und Schlagwaffen sicher. Mohammed A., der nur seine Freundin zur Prostitution zwang, kam in U-Haft. Susanne S. wird weiterhin von der Polizei betreut.

(Quelle: abendblatt.de)

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